Erfahrungsbericht vom Berlin Halbmarathon 2016

Letzten Sonntag am 03.04.2016 war es wieder soweit, da ging es für über 32.000 Läufer auf die 21,0975 Kilometerstrecke. Auch ich war mittendrin und bin persönliche Bestzeit gelaufen. Aber alles von vorne. Am Abend vorher habe ich nur 4 Stunden geschlafen, da ich aus irgendein Grund nicht müde war. Wahrscheinlich lag es auch an der Aufregung, obwohl ich schon zweimal den Berliner Halbmarathon gelaufen bin. Aber diesmal hatte ich mir vorgenommen, meine Laufzeit vom letzten Jahr deutlich zu verbessern. Letztes Jahr 2015 lief ich noch eine Zeit um die 1:48 Std und in diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen, mindestens unter 1:40 Std zu laufen. Da ich im letzten Jahr auch beim Sportschecklauf teilgenommen habe, konnte ich im Startblock B starten. Vor dem Lauf hat sich der Nike Run Club Berlin um 8:30 Uhr am Strausberger Platz versammelt, wo ich natürlich auch dabei war. Es gab ein kurzes Warm-Up und eine kurze Motivationsrede vom Ex-Europameister 2006 Jan Fitschen. Um ca. 9:15 Uhr ging es dann zur Kleiderabgabe und auf die Toilette. Danach hat sich ein Kumpel und ich in den jeweiligen Startblöcken eingefunden. Mein Kumpel musste vom Startblock F starten, da es sein erster Halbmarathon war. Auch er lief in einer tollen Zeit von 1:39 Std ins Ziel, obwohl er im Startblock F gestartet war.

Quang Lam beim Berlin Halbmarathon
© nike.com

Die ersten 1-5 Kilometer auf der Strecke

Als der Startschuss fiel, ging es dann los. Mein Plan war es, pro Kilometer um die 4:30min/km zu laufen. Ich lief den ersten Kilometer um die 4:15min/km und hab versucht bisschen langsamer zu werden, um meine Kräfte richtig einzuteilen. Bis Kilometer 5 hatte ich dann eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4:23min/km auf meiner Nike SportWatch GPS zu stehen. So konnte es eigentlich weitergehen. Ich fühlte mich noch sehr gut. Das Lauftempo war nicht zu schnell und auch nicht zu langsam.

Kilometer 6-15: Immer noch in Topform mit leichten Magenkrämpfen

Auch diese Kilometer machten mir nichts aus. Ich lief immer noch ein Schnitt von 4:25min/km, was sehr gut war. Damit wäre ich vollkommen im Soll und sogar noch schneller als geplant. Leider bekam ich bei Kilometer 11 leichte Magenkrämpfe, wodurch ich mich nicht irritieren lassen hab. Ich habe weiterhin versucht das Lauftempo zu halten. Allerdings bin ich langsamer geworden und lief jetzt in Durchschnitt ungefähr 4:30min/km.

Kilometer 16-20: Motivation bei Kilometer 19,5 KM durch das NRC-Team

Jetzt werden die Beine schwer und der Kopf spielt eine wichtige Rolle. Du solltest nicht daran denken, wie viele Kilometer es noch sind, sondern dich eher auf dein Lauftempo konzentrieren. In dieser Phase entscheidet sich, ob sich dein hartes Lauftraining im Herbst und im Winter mit

ausgezahlt haben. Bis auf meine Magenprobleme bin ich eigentlich gut durchgekommen mit einer Durchschnittszeit von ca. 4:32min/km, d.h. ich bin natürlich etwas langsamer geworden. Bei Kilometer 19,5 Kilometer stand dann das NRC Berlin Team, dass zum Anfeuern kam und das motivierte mich natürlich zusätzlich.

Die letzten 1,1 Kilometer standen noch bevor

Wenn du es bist hierhin geschafft hast, dann bedeutet es, kämpfen und Zähne zusammen beißen. Gerade bei dem letzten Kilometer kannst du noch einmal Zeit verlieren und vielleicht damit deine persönliche Bestzeit verfehlen. Ich bin den letzten Kilometer immer noch mit einer Durchschnittzeit von 4:32min/km gelaufen, womit ich eigentlich zufrieden war. Aber jetzt das Bittere: Da ich mich auf den Lauf konzentriert und beim letzten Kilometer nicht mehr auf die Laufuhr geschaut habe, bin ich dann mit einer Zielzeit von 1:35.04 Std angekommen. Das bedeutet, ich hätte 5 Sekunden schneller sein müssen, um die 1:35 Stunden zu knacken. Das hat mich am Schluss etwas geärgert, aber dennoch war ich sehr zufrieden mit der Zielzeit. Persönliche Bestzeit und sogar 5 Minuten schneller als geplant.

Fazit zum Berlin Halbmarathon 2016

Es hat wieder richtig viel Spaß gemacht! So viele Laufbegeisterte auf einem Haufen und bestes Laufwetter. Die Atmosphäre bei dem Lauf sollte jeder einmal miterleben, das ist wirklich einzigartig. Auch die tollen Fans an den Seiten motivieren einen Läufer immer wieder aufs Neue. Ich werde auch im nächsten Jahr 2017 beim Berlin Halbmarathon wieder am Start sein. Übrigens: Die Anmeldung für den Berliner Halbmarathon 2017 ist seit heute, 07.04.2016 geöffnet. Je früher man sich dort anmeldet, umso günstiger ist natürlich die Startgebühr. Hier geht es zur Anmeldung zum Berlin Halbmarathon 2017.

AnmeldungBeitrag
1-5000 Läufer35,00 Euro
5.001 – 15.000 Läufer40,00 Euro
15.001 – 30.000 Läufer50,00 Euro
Bambinilauf (2007 u. jünger)3,00 Euro (Anmeldung vor Ort)

Ich freue mich nächstes Jahr wieder beim Berlin Halbmarathon 2017 teilzunehmen und hoffe, dass ich euch dort auch begegnen werde.

Quang

Quang

Mein Name ist Quang und ich bin leidenschaftlicher Läufer. Mit meinem Laufblog möchte ich euch alles rund um das Thema Laufen aus meiner Sicht berichten und euch dabei helfen, durch das Laufen fitter zu werden! Hier findest du alles rund um das Laufen, das Lauftraining, die Laufernährung und vieles mehr!
Quang

Der Artikel hat 2 Kommentare

  1. Hi Quang. Du bist ja hier beim Halbmarathon in Berlin eine super Zeit gelaufen! Meine Zielzeit war 1:39:52 und für meinen 1. Halbmarathon finde ich das auch eine Top Leistung. 🙂 Musst mich erstmal durch die Läufer drängeln im Block F 🙂
    In welchem Block bist du gestartet? Vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr. Danke für den Hinweis. Habe mich eben angemeldet!

    1. Hallo Oliver, ja war von dir auch ganz starke Zeit :-). Ich bin im Startblock B gestartet. Nächstes Jahr beim Berlin Halbmarathon greifen wir dann die Zielzeit unter 1:30 Std an :-).
      VG Quang

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